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Hämorrhoiden
Informationen über die Erkrankung
und Therapie
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Ursachen
Beschwerden
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Behandlung
konservativ
- operativ
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Hämorrhoiden sind
zwar, von ihrer Lokalisation her gesehen, eine Erkrankung des
Analbereiches, betrachtet man jedoch ihre Ursache, handelt es
sich um eine Erkrankung des Gefäßsystemes. Je nachdem, ob sie
außen, innen (im Enddarm) oder dazwischen liegen, sind sie als
Krampfadern (venös - innen) bzw. als zu stark ausgeprägter
arterieller Schwellkörper (außen) zu verstehen. |
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Ursachen |
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Um die Ursachen zu verstehen, muss
man die Verschlussweise des Anus kennen. Er setzt sich aus einem
reinen muskulären Apparat, der Beckenbodenmuskulatur und dem
Analsphinkter, sowie einem Schwellkörper, der aus den
arteriellen Gefäßen gespeist wird (ähnlich wie beim männlichen
Glied), zusammen. Der Schwellkörper ist besonders für den
gasdichten Verschluss des Enddarmes wichtig, während die
Muskulatur den Stuhl zurück hält.
Zu einer Aussackung der Schwellkörper kann es sowohl bei einem
arteriellen Überangebot als auch bei einer venösen Stauung
kommen. Wenn auch eine angeborene Disposition gegeben sein kann,
gelten als die häufigsten Ursachen eine vorwiegend sitzende
Tätigkeit, Fettleibigkeit, Schwangerschaft und vor allem starkes
Pressen, wie es unter der Geburt oder bei beim Stuhlgang infolge
chronischer Verstopfung vorkommt. Diese selbst wird begünstigt
durch ballaststoffarme Kost und Stress. Zusätzlich wird der
Nikotinabusus als Ursache diskutiert. |
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Beschwerden |
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Wenngleich etwa 70%
aller Erwachsenen Hämorrhoiden haben, leiden nicht alle unter
den typischen Krankheitssymptomen. Anfänglich äußern sich diese
als Nässen, lästiger Juckreiz und Schmerzen bzw. Brennen beim
Stuhlgang. Daneben können aber auch Blutungen auftreten, die als
Auflagerungen des Stuhles oder als Schmierspuren am Klopapier
auffallen. Meist sind diese Blutungen ungefährlich, da sie
schnell sistieren. Wichtig ist, dass die Beschwerden, die
einzeln oder zusammen auftreten können, nicht mit der Größe der
Hämorrhoiden korrelieren. So können kleine Hämorrhoiden mit
starken, ausgeprägte Hämorrhoiden mit geringen oder keinerlei
Beschwerden einhergehen.
Hämorrhoidalknoten können unterschiedlich Größen erreichen.
Diese reichen von kleinen bis zu wulstigen Knoten, die
zeitweilig vorfallen können und entweder spontan, mit dem Finger
oder, im schlimmsten Fall, gar nicht reponibel sind. Eine
weitere Komplikation stellt die Thrombose, ein Blutgerinnsel des
Hämorrhoidalknotens dar. Diese ist äußerst schmerzhaft und kann
nur chirurgisch behandelt werden. |
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Behandlung |
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Da jede unklare Blutung ein Symptom
eines bösartigen Leidens sein kann, sollte man spätestens beim
Auftreten dieser eine ärztliche Abklärung durchführen lassen.
Durch eine einfache, wenig belastende Spiegelung des Enddarmes
kann der Arzt schnell Entwarnung geben und die Therapie
einleiten.
Konservativ
Als konservative Maßnahmen kommt die sogenannte Sklerosierung in
Frage, bei der in mehreren Sitzungen über 10 bis 20 Tage lokal
ein Medikament in den Hämorrhoidalknoten gespritzt wird und
dadurch eine Entzündung mit anschließender Narbenbildung
bewirkt. Letztendlich wird somit die weitere Blutzufuhr zu dem
Knoten verhindert und im optimalen Fall schrumpft dieser zu
einer kleinen Narbe zusammen. Allerdings können bei diesem
Verfahren z.T. lebensgefährliche Blutungen durch abgestorbenes
Gewebe bei erhaltener Durchblutung auftreten, außerdem können an
gleicher Stelle Rezidive entstehen. Daher sind regelmäßige
Kontrollen notwendig.
Rein symptomatisch wirken Salben. Sie können den Juckreiz bzw.
das Brennen lindern, behandeln aber nie die eigentlich Ursache
des Hämorrhoidalleidens. Eher führen sie zu weiteren
Komplikationen, die zum Teil von dem oftmals enthaltenen
Kortison herrühren. Salben bieten sich allenfalls als
Überbrückungs- und Begleittherapie bei akuten Reizzuständen an.
Operativ
Je nach Größe der Hämorrhoidalknoten kommen verschiedene
Methoden zur Anwendung. Bei größeren Knoten erfolgt die
chirurgische Entfernung, indem die Knoten komplett herausgelöst
werden. Das Risiko ist als gering zu bezeichnen, Blutungen oder
lokale Wundinfekte sind bei entsprechender Analhygiene selten.
Als semioperative Verfahren bezeichnet man die Gummibandligatur
(mittels Gummiring Strangulation des Knotens, der abstirbt und
via naturalis ausgeschieden wird), die Infrarotkoagulation
(mittels Infrarotstrahlen wird die Durchblutung des Knotens
gestoppt) und die Kryotherapie (mittels flüssigem Stickstoff
wird der Knoten schmerzfrei vereist, das Gewebe stirbt ab und
kann vernarben). Wegen einer erhöhten Komplikationsrate und bis
zu einer 6 Wochen dauernden Heilungsphase wird die Kryotherapie
seltener angewandt. Diese Verfahren finden v.a. bei kleineren
Knoten Anwendung, eine besondere Form der Narkose ist meist
nicht notwendig.
In den meisten Fällen treten keine Rezidive auf, vorrausgesetzt,
dass die drei Prädilektionsstellen im Enddarm erfolgreich
behandelt wurden. Langfristig wirkt sich eine ballaststoffreiche
Ernährung und eine sorgfältige Analhygiene günstig auf dieses
häufige Leiden aus. |
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