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Nach entsprechender Diagnostik, v.a.
durch Ultraschalluntersuchung, kommen konservative und operative
Therapiemaßnahmen in Betracht.
Konservativ
Die konservativen Maßnahmen konzentrieren sich auf
Kompressionsbehandlungen mit speziellen Strümpfen oder Bandagen
und auf die Verödung durch Spritzen eines Medikamentes. Bei der
Kompressionstherapie wird das Blut gezwungen, durch die tiefen
Beinvenen zum Herzen zu fließen. Dadurch wird die Gefahr auf ein
Fortschreiten der Aussackungen verringert. Bei der Verödung ruft
man durch das Spritzen eines Medikamentes die Verklebung der
Venenwände hervor, allerdings kann dieses Verfahren nur bei
kleinen Aussackungen angewendet werden. Ein Fortschreiten der
Erkrankung auf benachbarte Venen und ein erneutes Aufweiten der
behandelten Venen ist möglich.
Operativ
Bei der operativen Therapie werden durch kleine Schnitte in die
Haut die krankhaft aufgeweiteten Venen entfernt. Meist ist die
oberflächliche Hauptvene an der Innenseite des Unter- und
Oberschenkels mitbetroffen, so daß der Entfernung dieser Vene
eine große Bedeutung bei dem Langzeiterfolg zukommt. Dazu sind
in der Regel ein kleiner Schnitt in der Leiste und am
Innenknöchel notwendig, um anschließend die Vene durch einen so
genannten Stripper entlang des Beines herauszuziehen.
Die Indikation zur Operation richtet sich grundsätzlich nach dem
Beschwerdebild und den betroffenen Venenabschnitten des Beines.
Die Entscheidung über die Operation und das beste Verfahren
trifft der Chirurg nach Kenntnis der Befunde in einem
ausführlichen Gespräch mit dem Patienten.
Nach der Operation ist für vier bis sechs Wochen eine
Weiterbehandlung durch Kompressionstrümpfe oder -binden
notwendig. Weiterhin sollte der Patient ein intensives
Gehtraining durchführen, um auch langfristig den
Operationserfolg zu sichern. Die Wundfäden können im allgemeinen
nach etwa einer Woche entfernt werden.
Risiken
Die Komplikationsrate bei der Varizenchirurgie ist sehr gering,
gelegentlich treten in den ersten Stunden nach dem Eingriff
kleinere Nachblutungen in Form von Blutergüßen im Bereich der
entfernten Venen auf. Diese bilden sich in der Regel nach
wenigen Tagen vollständig zurück. Wird die große oberflächliche
Hautvene an der Innenseite des Beines entfernt, können in den
ersten Wochen nach der Operation Schwellungen des Unterschenkels
und des Fußes auftreten. Ursächlich kommt dafür eine Überlastung
des tiefen Beinvenensystems in Frage, da dieses ein höheres
Blutvolumen als vor der Operation in Richtung Herzen
transportieren muß. Diese Schwellungen verschwinden durch
regelmäßige Kompressionstherapie in den ersten Wochen nach der
Operation und durch Anpassung des tiefen Beinvenensystems an die
höhere Blutmenge. Da durch den Eingriff meist nur die Haut und
das oberflächliche Unterhautgewebe verletzt wird, sind
Entzündungen und Wundheilungsstörungen sehr selten.
Es ist sehr wichtig, vorbeugende Maßnahmen in Form von
Stützstrümpfen bei stehenden und sitzenden Tätigkeiten zu
treffen. Zusätzlich strafft Gehtraining die Venenwände und
verhindert ein erneutes Versacken des Blutes in den Venen.
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